Gästebuch   | Kontakt   | Impressum   | Sponsoren   | Links
Unsere News

Ausbildung Hohlstrahlrohre
Bilder von der Ausbildung der Löschzüge 1, 2 und 10 sind online.
lesen [...]
zum Archiv [...]

Auszüge aus der DFV-Wettkampfordnung für Feuerwehr-Sportwettkämpfe

(Ausgabe 2006)

2.6.4 Wettkampfgeräte für den Löschangriff, pro Laufbahn

2 C-Strahlrohre

Kupplung: nach DIN
Mundstückweite: maximal 12,5 mm
Länge des gesamten Strahlrohres: maximal 50 cm

4 C-Druckschläuche

Schlauchlänge: 15 m ± 1 m
Innendurchmesser: mindestens 42 mm
Kupplung und sonstige Ausführung: nach DIN

3 B - Druckschläuche

Schlauchlänge: 20 m ± 1 m
Innendurchmesser: mindestens 75 mm
Kupplung und sonstige Ausführung: nach DIN

1 Verteiler B-CBC
Mit 1 B-Schlauchanschluss sowie 1 B- und 2 C-Druckausgängen, Bauart nach DIN
Schnellkupplungsgriffe jeder Art sind nicht gestattet.

1 Tragkraftspritze

Bauart: nach DIN
Nennleistung: mindestens 800 l pro Minute bei 8 bar
Die Tragkraftspritze darf keine technischen bzw. äußerlichen Veränderungen (z.B.
Kurbeln an Handrädern, zusätzliche Ventile, andere Laufräder u. ä.) aufweisen.

2 A-Saugschläuche

Schlauchdurchmesser : mindestens 110 mm
Länge: je 2,5 m
Kupplung: nach DIN
Schnellkupplungsgriffe jeder Art sind nicht gestattet.


1 Saugkorb

Bauart: nach DIN

2 Kupplungsschlüssel

Bauart: nach DIN

1 Podest

Ausmaß: 2 x 2 m
Höhe: maximal 10 cm


1 Wasserentnahmestelle
Offener Behälter mit senkrechten Wänden und einem Fassungsvermögen von mindestens 1000 Litern. Die obere Kante des Behälters muss mindestens 80 cm, darf aber nicht mehr als 90 cm über dem Boden des Wettkampfplatzes liegen. Der Behälter muss mit Wasser gefüllt sein, die Wassertiefe muss mindestens 50 cm betragen. Das Nachfüllen von Wasser während des Wettkampfes ist zulässig.

2 Zielgeräte
Mit einer Zielscheibe, einem 15 Liter-Wasserbehälter mit Wasserstandsmesser und Lichtsignalanlage. Als Zielscheiben werden 50 x 50 cm große Platten verwendet, die an Rahmengestellen mit der Unterkante 1,35 m über dem Boden befestigt werden. In der Mitte der Zielscheibe befindet sich ein 5 cm großes rundes Loch. Hinter dieser Öffnung ist auf der Rückseite der Zielscheibe der Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 15 Litern angebracht. Oberhalb der Zielscheibe befindet sich eine Signalleuchte, welche aufleuchtet, wenn im Wasserbehälter 10 Liter Wasser sind. Anstelle der Signalleuchten sind auch andere gut sichtbare Anzeigevorrichtungen zulässig.

3.5 Die Kampfrichter für den Löschangriff

Die Zahl der Kampfrichter für den Löschangriff richtet sich nach der Zahl der Laufbahnen. Für eine ausreichende Anzahl von Reservekampfrichtern ist zu sorgen. Die Kampfrichtergruppe für den Löschangriff besteht aus:

* dem Disziplinkampfrichter für den Löschangriff
* dem Starter
* dem Hauptzeitnehmer

je Laufbahn aus weiteren 6 Kampfrichtern:

• Kampfrichter für das Podest
• Hilfsstarter
• Kampfrichter an der Angriffslinie und zur Kontrolle der Zielgeräte
• 3 Zeitnehmern.

Eine ausreichende Anzahl an Helfern des Arbeitsdienstes ist einzuplanen (Wasserzuführung zu den Behältern, Entleeren der Schlauchleitungen nach jedem Lauf u.a.). Jeder Zeitnehmer ist mit einer überprüften Stoppuhr auszurüsten

4.4 Die Wettkampfbahn für den Löschangriff

Die Wettkampfbahn für den Löschangriff ist 95 m lang und 20 m breit. Es dürfen mehrere Wettkampfbahnen nebeneinander angeordnet werden. 9 m nach der Startlinie befindet sich ein Podest (Seitenkante). Auf diesem Podest werden die Wettkampfgeräte durch die Wettkampfgruppe abgelegt. Die Wasserentnahmestelle befindet sich 4 m links von der linken Kante des Podestes. Der Abstand von der Mitte der Wasserentnahmestelle zur Startlinie beträgt 10 m. 90 m nach der hinteren Startlinie, also 5 m vor der Ziellinie (den Zielgeräten), ist die Angriffslinie markiert. Die Zielgeräte sind auf der Ziellinie aufgestellt. Sie sind symmetrisch zur Wettkampfbahn aufzustellen. Der Abstand der Zielgeräte beträgt von Mitte zu Mitte 9,5 m.

7.5 Der Löschangriff

Die Wettkampfgruppen können ihre Geräte im Vorbereitungsraum oder, wenn dieser nicht vorhanden ist, außerhalb der Wettkampfbahn vorbereiten. Der Kampfrichterstab hat darauf zu achten, dass alle Gruppen das Gerät, die Schläuche und Armaturen ausreichend und gleich lange vorbereiten können. Nach dem Aufruf hat jede Wettkampfgruppe fünf Minuten Zeit, das Gerät auf dem Podest entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen abzulegen. Das Vorbereiten hat ausschließlich durch die Wettkämpfer zu erfolgen. Die Schläuche dürfen auf dem Podest auf beliebige Weise abgelegt werden. Sie dürfen gerollt oder gefaltet sein. Nur Saugschläuche dürfen über die Umgrenzungsmaße des Podestes, jedoch maximal 50 cm, hinausragen. Die Kupplungen dürfen sich nicht berühren.

Die Geräte dürfen untereinander nicht verbunden sein. Ventile der Tragkraftspritze und des Verteilers dürfen offen, Blindkupplungen müssen zum Unfallschutz entfernt sein. Die Tragkraftspritze darf von der Gruppe innerhalb der ersten Minute der Fünf-Minuten-Vorbereitungszeit in Betrieb gesetzt werden. Wird während dieser Vorbereitungszeit an der Tragkraftspritze ein technischer Mangel festgestellt, ist der Disziplinkampfrichter des Löschangriffs herbeizurufen, der über das weitere Verfahren entscheidet. Die Hilfsstarter müssen 30 Sekunden und 10 Sekunden vor Ablauf der Frist für die Vorbereitung der Tragkraftspritze und der Fünf-Minuten-Vorbereitungszeit die Wettkampfgruppe darauf aufmerksam machen, dass die Zeit zum Vorbereiten der Geräte bald abläuft. Der Kampfrichter am Podest weist auf Fehler, welche beim Ablegen des Gerätes gemacht wurden, hin. Nach Ablauf der Vorbereitungszeit müssen die Wettkämpfer das vorbereitete Gerät verlassen und außerhalb der Wettkampfbahn Aufstellung nehmen. Ist das Gerät nun nicht so aufgelegt, wie es diese Wettkampfordnung vorsieht, oder wird die Tragkraftspritze nach Ablauf der Frist von einer Minute nicht abgestellt oder nochmals gestartet, darf die Gruppe nicht starten und der Versuch wird als ungültig erklärt. Zum Start nimmt die Wettkampfgruppe außerhalb der markierten Wettkampfbahn Aufstellung. Der Start ist von der hinteren Startlinie oder von rechts der Wettkampfbahn zulässig. Es muss jedoch die gesamte Gruppe von einer der zwei möglichen Seiten aus starten. Auf das Startkommando des Starters läuft die Gruppe zum Podest. Nach Herstellung der Saugschlauchleitung mittels Saugschläuchen und Saugkorb wird aus der Wasserentnahmestelle (Behälter) angesaugt. Dabei ist darauf zu achten, dass der Saugkorb noch vor dem Eintauchen in den Behälter angekuppelt wird. Der Saugkorb muss bis zum Ende des Löschangriffes an der Saugschlauchleitung angekuppelt bleiben. Er darf auch nicht gehalten werden, damit er nicht von der Leitung fällt. Andernfalls ist der Versuch ungültig. Die Zubringleitung wird mit 3 B-Schläuchen in Angriffsrichtung ausgelegt und an den Verteiler angekuppelt. Vom linken und vom rechten Verteilerausgang werden von den beiden Angriffstrupps je eine Löschleitung mit je 2 C-Schläuchen und einem C-Strahlrohr ausgelegt. Nach Erreichen der Angriffslinie (90 m - Marke) füllen die beiden Angriffstrupps durch das Loch in den Zielscheiben den Wasserbehälter der Zieleinrichtung mit Wasser. Es ist nicht gestattet, wenn beim Spritzen in die Zielscheibe das Strahlrohr an einen anderen Wettkämpfer angelehnt wird. Die Strahlrohrführung kann jedoch in beliebiger Stellung erfolgen. Ein Strahlrohrführer darf dem anderen nicht beim Spritzen in die Zielscheiben aushelfen. Beim Spritzen in die Zielscheiben darf kein Wettkämpfer der Gruppe die Angriffslinie übertreten. Die genannten Fehler bedeuten, dass der Versuch ungültig ist. Leuchtet die Signalleuchte auf einem Zielgerät auf, ist der Behälter mit 10 l Wasser gefüllt. Sobald die Signalleuchten beider Zielgeräte aufleuchten, ist das Wettkampfziel dieser Disziplin erreicht. In diesem Augenblick nehmen die Zeitnehmer die Zeit. Der Hauptzeitnehmer veranlasst die Eintragung der Zeit in das Wertungsblatt. Anstelle der Signalleuchten sind auch andere gut sichtbare Signalanlagen an den Zielgeräten zulässig. Bei der Durchführung des Löschangriffes dürfen nur die laut Ausschreibung vorgesehen Geräte, Schläuche und Armaturen verwendet werden.

8.2 Ungültige Versuche

Beendet ein Wettkämpfer, eine Staffel oder eine Gruppe die Disziplin nicht, ist der Versuch ungültig. Das gleiche gilt, wenn zwei Fehlstarts verursacht werden. Das Ergebnis eines anderen Versuches bzw. dessen Ergebnis bleibt jedoch erhalten. Werden in einem Lauf drei Fehlstarts verursacht, dürfen jene Wettkämpfer, welche dadurch nicht aus der Wertung genommen werden, zu einem späteren Zeitpunkt abermals an den Start gehen. Den Wettkämpfern wird dadurch Zeit zur abermaligen Konzentration gegeben.

Als Verstoß gegen die Wettkampfordnung und somit als ungültiger Versuch wird insbesondere gewertet:

  1. Wenn die Durchführung einer Disziplin anders erfolgt, als dies in der Wettkampfordnung verlangt wird.
  2. Wenn ein Wettkämpfer, eine Staffel oder eine Gruppe zweimal einen Fehlstart verursacht.
  3. Wenn ein Wettkämpfer nicht in seiner der Disziplin entsprechenden vollzähligen Ausrüstung das Ziel bzw. die Staffelübergabe erreicht.
  4. Wenn die Kupplungen der Druckschläuche nicht oder schlecht gekuppelt sind. Eine schlecht gekuppelte Kupplung liegt vor, wenn nicht alle Knaggen eingerastet sind oder wenn die Kupplungen während des Laufens aufgehen. Der Läufer darf die Kupplungen während des Laufens und beim Zieleinlauf nicht halten und nicht verdecken.
  5. Wenn ein Wettkämpfer einem anderen Wettkämpfer die Bahn kreuzt oder wenn sein Gerät ihm im Wege steht und den Lauf des anderen erschwert. Dies behindert nicht die Wertung, der behinderte Läufer, die behinderte Staffel oder Gruppe darf jedoch nochmals starten
  6. Wenn beim Löschangriff die Geräte nicht innerhalb eines Zeitraumes von fünf Minuten vorbereitet sind, bzw. wenn die Tragkraftspritze nach der ersten Minute der Vorbereitungszeit noch immer betrieben oder nochmals in Betrieb gesetzt wird.
  7. Wenn der Saugkorb nicht vor dem Eintauchen in den Behälter an die Saugschlauchleitung angekuppelt ist und nicht bis zum Ende des Löschangriffs angekuppelt bleibt. Der Saugkorb darf auch nach dem Eintauchen in den Behälter nicht gehalten werden.
  8. Wenn beim Spritzen in die Zielscheibe beim Löschangriff das Strahlrohr an einen anderen Wettkämpfer angelehnt wird.
  9. Wenn ein Strahlrohrführer dem anderen Strahlrohrführer beim Spritzen in die Zielscheibe aushilft.
  10. Wenn beim Spritzen in die Zielscheiben die Angriffslinie von irgendeinem Wettkämpfer übertreten wird.

10.4 Der Löschangriff

Der Disziplinkampfrichter ist für die Arbeit aller Kampfrichter bei der Disziplin Löschangriff verantwortlich. Der Sprecher ruft die Wettkämpfer zum Start auf und gibt später die Einzelergebnisse bekannt. Die Geräteprüfer überprüfen zeitgerecht vor dem Start die Wettkampfgeräte. Dazu zählen auch Stichproben der bereits geprüften Wettkampfgeräte nach dem Zieleinlauf. Der Starter bedient die optisch und akustisch gut wahrnehmbare Startvorrichtung (Startpistole / Starterklappe). Die Hilfsstarter achten darauf, dass die Wettkämpfer in vorschriftsmäßiger persönlicher Aus- rüstung und der richtigen Startnummer starten. Weiterhin achtet er darauf, dass alle Mitglieder der Wettkampfgruppe geschlossen an einer der beiden möglichen Startlinien stehen, die Wettkampf- bahn hinter der Startlinie (in Laufrichtung gesehen) nicht berühren und zeigt Frühstarts an. Starter und Hilfsstarter haben darauf zu achten, dass der Start erst erfolgt, wenn mit einem Flaggenzeichen vom Hauptzeitnehmer angezeigt wird, dass die Zeitnehmer bereit sind.

Die Hilfsstarter überwachen am Podest, dass die Vorbereitung der Geräte innerhalb eines Zeitraumes von 5 Minuten abgeschlossen ist und die Tragkraftspritze nur innerhalb der ersten Minute in Tätigkeit gesetzt wird. Er macht die Wettkämpfer 30 Sekunden und 10 Sekunden vor Ablauf der ersten Minute und der Fünf-Minuten-Vorbereitungszeit auf das Ende der Vorbereitungs- zeit aufmerksam. Der Kampfrichter am Podest überwacht, dass die Geräte regelgerecht abgelegt werden, dass mit Ausnahme der Saugschläuche kein weiteres Gerät über das Podest hinausragt, dass keine Geräte vor dem Löschangriff zusammengekuppelt sind und die Kupplungen sich nicht berühren. Nach dem Start achtet er darauf, dass der Saugkorb vor dem Eintauchen an der Saugleitung angekuppelt ist und bis zum Ende des Laufes nicht wieder abfällt. Wenn die Wasserförderung begonnen hat, gibt er dem Helfer des Arbeitsdienstes die Anweisung zum Nachfüllen des Wasserbehälters (Wasserentnahmestelle). Nach Beendigung des Laufes gibt er den Wettkämpfern Hinweise zum ordnungsgemäßen Entleeren der Schlauchleitungen. Der Kampfrichter am Ziel ist dafür verantwortlich, dass die Zieleinrichtungen tadellos funktionieren und meldet dem Disziplinkampfrichter nach jedem Entleeren, dass die Zieleinrichtungen wieder einsatzbereit sind. Weiterhin überwacht er an der Angriffslinie, dass die markierte Linie – 5 m vor den Zielgeräten – von keinem Wettkämpfer überschritten wird, dass keiner der beiden Angriffs- trupps dem anderen beim Befüllen der Zieleinrichtung behilflich ist oder das Strahlrohr beim Spritzen in die Zielscheibe an einen anderen Wettkämpfer anlehnt. Der Hauptzeitnehmer achtet darauf, welche Gruppe zuerst die Zielbehälter gefüllt hat und vergleicht dies mit den gestoppten Zeiten auf den einzelnen Bahnen. Für jede Laufbahn sind drei Zeitnehmer vorzusehen. Sie stoppen die Zeit, sobald die Signaleinrichtungen beider Zielgeräte aufleuchten bzw. mechanisch ausgelöst wurden. Die Zeitnehmer zeigen die Uhren dem Hauptzeitnehmer, der die Zeit endgültig festlegt. Es wird die Zeit jener Stoppuhr genommen, welche das mittlere Ergebnis angibt. Ist bei der Zeitnahme eine Stoppuhr ausgefallen und wird die Zeit daher nur mit zwei Stoppuhren genommen, wird das arithmetische Mittel zwischen den beiden gestoppten Zeiten für die Wertung genommen. Der Arbeitsdienst ist dafür verantwortlich, dass nach jedem Lauf auf Weisung des Disziplinkampf- richters die Schläuche / Geräte von der Wettkampfbahn entfernt und entleert werden. Werden die Schläuche für den nächsten Durchgang benötigt, werden sie nach dem Entleeren auf Weisung des Disziplinkampfrichters an die nächste Gruppe weitergegeben bzw. auf vorbereitete Geräteräume neben der Wettkampfbahn abgelegt. Die Gerätesätze pro Bahn (2 C-Strahlrohre, 3 B-Druck- schläuche,4 C-Druckschläuche und 1 Verteiler) dürfen dabei nicht vertauscht werden. Wenn die Wasserförderung begonnen hat, haben Helfer des Arbeitsdienstes auf Anweisung des Kampfrichters am Podest das Nachfüllen des Wasserbehälters (Wasserentnahmestelle) sicherzustellen.

<< zurück